Dokumentation

18 Jahre

Ein Film von Said Tiraei
Technik und Filmschnitt: Frank Hellwig, Oldenburg


18 Jahre ist ein zweiteiliger Film. Der Zeitraum zwischen beiden Teilen beträgt 18 Jahre. Im ersten, farbigen Teil erlebt der Zuschauer glückliche Menschen, die im Haus und Garten sorglos eine Geburtstagsparty feiern. Afghanistan vor dem Krieg zeigt den kleinen Jungen Said. Im zweiten, schwarz-weiß gedrehten Teil des Films sieht man nun den gleichen Ort seiner Kindheit. Der Krieg hat nicht nur die Gebäude zerstört - die Menschen fehlen!

Das ist nur ein kleines Beispiel, wie zerstörerisch ein Krieg sein kann. Wir versuchen durch diesen kurzen Film zu zeigen, was dieser Krieg in Afghanistan den Menschen und Familien angetan hat. Es sind gewaltige Bilder, die viele Menschen schon zum Nachdenken animierte - ohne den Krieg selbst zu zeigen. Kriege werden in den Medien stets durch schockierende Bilder vor Augen geführt. Doch bei diesem Film bleibt die Frage, wo die Menschen sind, ob sie noch leben, wenn nach 18 Jahren noch alles zerstört ist.
Der Film „18 Jahre” wurde erstmals auf dem Internationalen Kunstfestival Signale 2003 in Magdeburg gezeigt und wurde mit dem Preis „Bestes Projekt” von einer internationalen Jury ausgezeichnet. Der 8-Minuten-Film ist als Video und DVD erhältlich.